Halbaufhängung im Shibari: Balance, Einschränkung und kontrollierte Kreativität
Die halbaufhängende Shibari-Technik nimmt in unserer Praxis einen besonderen Platz ein. Sie ist eine der Formen des Spiels und der Erkundung, die wir am meisten schätzen, sowohl wegen ihrer technischen Vielfalt als auch wegen der kreativen Freiheit, die sie bietet.
An der Schnittstelle von Bodenkonstruktionen und vollständiger Aufhängung stellt die Halbaufhängung eine anspruchsvolle, subtile und oft unterschätzte Disziplin dar. An der École des Cordes in Paris betrachten wir sie als ein privilegiertes Forschungsfeld, in dem technische Meisterschaft der Ästhetik und der Intention voll und ganz dient.
Warum die Halbaufhängung eine einzigartige Praxis ist
Entgegen der landläufigen Meinung ist eine Halbfederung oft komplexer zu handhaben als eine Vollfederung .
Das Modell befindet sich in einem Zustand ständigen Ungleichgewichts :
- Ein Teil des Gewichts ist aufgehängt
- Der andere bleibt in Kontakt mit dem Boden
- Die Unterstützungsstrukturen entwickeln sich ständig weiter
- Die Saitenspannung muss präzise eingestellt werden.
Diese doppelte Einschränkung – Aufhängungsseile + Interaktion mit dem Boden – erfordert ein feines Gespür für den Körper, die Antizipation von Bewegungen und eine große Anpassungsfähigkeit.
Eine starke Einschränkung, die den Körper stärkt
Bei der Halbaufhängung ist der Körper nie fixiert. Er interagiert in einem ständigen Dialog mit der Schwerkraft, dem Boden und den Seilen.
Diese starke Einschränkung ermöglicht es, die Körperformen zu betonen :
- Gestreckte Linien
- Natürliche Asymmetrien,
- Sichtbare und lesbare Spannungen,
- Organische und lebendige Körperhaltungen.
Die Halbaufhängung offenbart eine unverfälschte und authentische Ästhetik, in der jede kleinste Anpassung eine Geschichte erzählt. Genau dieser visuelle und sinnliche Reichtum macht sie zu einer unserer liebsten Techniken.
Sicherheit und Kontrolle von Tragseilen
Die Sicherheit bei der Shibari-Halbaufhängung beruht auf einem klaren Verständnis der Spannungslinien und ihrer Entwicklung im Laufe der Zeit.
Der Kontakt mit dem Boden erzeugt:
- Unvorhersehbare Lastschwankungen,
- Zu überwachende Kompressionsbereiche,
- Schnelle Verlagerungen des Schwerpunkts.
Das Erlernen des Umgangs mit diesen Parametern ist unerlässlich für sicheres Üben, da es den Körper und die Grenzen des Modells respektiert.
Ein spezieller Kurs zum Erkunden und Gestalten mit Selbstvertrauen
Shibari-Halbaufhängungskurs ist so konzipiert, dass Sie Folgendes lernen:
- Beherrschung von Aufhängungssystemen im Hybridkontext,
- Die Wechselwirkungen zwischen Boden, Saiten und Körper verstehen,
- Um die Flüssigkeit und Lesbarkeit zu verbessern,
- Entfalte deine Kreativität auf einem soliden und sicheren Fundament.
Wir vermitteln einen stringenten, zugänglichen und sich stetig weiterentwickelnden Ansatz, damit jeder Teilnehmer seine eigene Sprache entwickeln kann, ohne seinen Partner zu gefährden.
Für wen ist dieser Shibari-Halbaufhängungskurs geeignet?
Dieser Kurs richtet sich an Praktizierende, die bereits über solide Shibari-Kenntnisse verfügen, darunter:
- Die grundlegenden Zusammenhänge beherrschen,
- Ein gutes Verständnis von Spannungen und Gegenspannungen,
- Regelmäßige Bodenerfahrung.
Die Halbsuspension ist ein wichtiger Schritt, um die eigene Technik zu verfeinern, die Sensibilität zu entwickeln und das technische und künstlerische Vokabular zu erweitern.
Die Erforschung der Halbsuspension als Sprache
Mehr als nur ein Übergang zur Vollfederung, die Halbfederung im Shibari eine eigene Sprache. Sie lädt dazu ein, innezuhalten, zu beobachten, zu fühlen und aus der Einschränkung heraus zu gestalten.
Mit der Teilnahme an diesem Kurs an der School of Ropes entscheiden Sie sich für einen bewussten, anspruchsvollen und zutiefst kreativen Zugang zu Shibari.





